Mit zwei Änderungen im Vergleich zum Heimsieg über Tabellenschlusslicht Kassel reisten die Leinestädter am Freitag Nachmittag per Bahn nach Nürnberg. Neben den ohnehin Verletzten Chris Herperger und Garrett Festerling fehlte in Nürnberg auch Peter Baumgartner, der nach Bremerhaven beordert war, zudem hütete Levente Szuper das Tor der Gäste. Und der Keeper der Hannoveraner war es auch, der von der ersten Minute an viel zu tun bekam. Die Hausherren gingen mit einem irren Tempo in die Partie, Hannover sah sich schnell in die eigene Defensive gedrängt. Zwar stand die Abwehr der Niedersachsen in den ersten Minuten und Matt Dzieduszycki sowie Thomas Dolak hatten nach sieben Minuten auch die Chance zur Gästeführung, im Gegenzug der Dolak-Möglichkeit gingen die Hausherren allerdings nicht unverdient in Führung, Björn Barta überwand Levente Szuper und läutete damit noch stürmischere Minuten für Hannover ein. Nur gut zwei Minuten später leistete sich die Scorpions-Defensive einen folgenschweren Fehlpass, Roland Mayr war zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Als Nürnbergs Dan Spang nach 17 Minuten auf die Strafbank musste und Hannover die Chance zum Anschluss geboten wurde, kam es stattdessen noch schlimmer. Andre Savage erkämpfte sich die Scheibe, bediente Jesse Schultz und der traf in Unterzahl zum 3:0 für die Franken.
Im zweiten Drittel kamen die Scorpions deutlich engagierter aus der Kabine und wollten die Scharte des ersten Abschnittes auswetzen, doch Nürnberg stand sehr sicher in der eigenen Zone und ließ kaum Chancen zu. Die Ice Tigers stattdessen, konzentrierten sich sehr erfolgreich auf das eigene Konterspiel, doch Levente Szuper konnte mehrfach hervorragend klären. Einzig nach gut 35 Minuten war auch Szuper in Unterzahl machtlos, als er einen Schlagschuss von Shane Peacock nicht abwehren konnte und Nürnberg durch den Treffer zum 4:0 die Partie schon fast für sich entscheiden konnte.
Doch noch waren 20 Minuten zu spielen und nicht zum ersten Mal hätte ein Team von Hans Zach ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch gedreht. An diesem Abend sollte das Kapitän Tino Boos & Co. allerdings nicht gelingen. Zwar war Hannover nun das deutlich aktivere Team und Patrick Ehelechner musste sein ganzes Können in die Waagschale werfen um einen Gegentreffer zu vermeiden, zunächst blieb der Nürnberger Schlussmann jedoch Sieger im Duell gegen Hannovers Angreifer. Erst als Brad Leeb nach einem weiteren Schnitzer in der Scorpions-Defensive bereits auf 5:0 erhöht hatte und letzte Zweifel am Nürnberger Sieg beseitigen konnte, waren die Gäste doch noch erfolgreich. Wer sonst als Klaus Kathan und Tore Vikingstad hätten für Thomas Dolak auflegen können, mehr als Ergebniskosmetik war der Treffer zum 1:5 jedoch nicht. Hannover gelang zwar noch ein zweiter Treffer, das Überzahltor von Sascha Goc zum 2:5 war fiel jedoch erst in der 60. Minuten und damit zu spät.
Thomas Sabo Ice Tigers - Hannover Scorpions 5:2 (3:0, 1:0, 1:2)
Tore: 1:0 Barta (B. Leeb - 07:33 Min.), 2:0 Mayr (09:57 Min.), 3:0 Schultz (Savage - 17:37 Min. - SH1), 4:0 Peacock (G. Leeb - 35:06 Min. - PP1), 5:0 Barta (B. Leeb - 46:23 Min.), 5:1 Dolak (Vikingstad, Kathan - 47:41 Min.), 5:2 S. Goc (Dolak, Vikingstad - 59:10 Min. - PP1)
Strafen: Nürnberg 6, Hannover 4 + 10 (Köppchen)
Schiedsrichter: Rick Looker
Zuschauer: 4.292 |