Getreu dem Motto „never change a winning team“ starteten die Leinestädter zur ungewohnten Eishockeyzeit am heutigen Samstagnachmittag um 17.30 Uhr mit derselben Aufstellung ins dritte Play-off-Spiel gegen die Ice Tigers, die bereits in den Duellen eins und zwei erfolgreich war. Dem Trainergespann Hans Zach & Christian Künast standen weiterhin alle Akteure zur Verfügung und Stürmer Marvin Krüger wurde auch in Spiel drei nicht berücksichtigt. Im Tor - wie sollte es auch anders sein - stand der Matchwinner der beiden ersten Aufeinandertreffen - Travis Scott.
Und auch im ersten Drittel der dritten Partie stand Travis Scott im Mittelpunkt, allerdings in erster Linie, weil er gleich drei Mal hinter sich greifen musste. Keine vier Minuten waren gespielt, als der Puck das erste Mal im Kasten der Scorpions landete. Nachdem Travis Scott eine Minute zuvor die erste Großchance der Ice Tigers noch parieren konnte, war er gegen das Quasieigentor von Niki Goc machtlos. Björn Barta erkämpfte sich die Scheibe an der Bande, spielte die Scheibe in die Mitte und vom Schlittschuh von Niki Goc prallte der Puck dann ins eigene Tor. Hannover brauchte kurz um sich ob des frühen Rückstandes zu sammeln, schlug nach gut neun Minuten aber zurück. Im Nachfassen traf Sachar Blank auf Zuspiel von Niki Mondt zum 1:1 und gestaltete die Partie damit wieder offen. Doch nur eine Minute später lagen die Gastgeber erneut zurück, Brad Leeb reagierte am Schnellsten und überwand Travis Scott zum zweiten Mal. Die Hausherren ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und noch schneller als beim ersten Rückstand konnte Tino Boos nach nur vier Minuten zum 2:2 ausgleichen. Doch auch dieser Spielstand hatte nicht lange bestand, denn einen mustergültig vorgetragenen Konter über André Savage schloss Petr Fical zum 2:3 ab. Dabei blieb es nach 20 Minuten, in denen beiden Teams das dritte Spiels binnen kürzester Zeit deutlich anzumerken war.
Nachdem es im ersten Drittel gleich fünf Tore zu bestaunen gab, erinnerten sich beide Teams im Mittelabschnitt wieder mehr an ihre Defensivstärke, sodass die zweiten 20 Minuten ohne weitere Treffer zu Ende gingen. Doch auch in diesem Drittel waren Chancen auf beiden Seiten durchaus vorhanden. Während Nürnberg vor allen Dingen den Beginn und den Schluss dominierte und Travis Scott mehrfach retten musste, war Hannover insbesondere in der Mitte dieser 20 Minuten das Spiel bestimmende Team, das seinerseits hätte durchaus den Ausgleich erzielen können. Doch Jimmy Waite, der am heutigen Samstag den Vorzug vor Patrick Ehelechner erhalten hatte, sicherte seinem Team in dieser Phase die Führung.
Die Geschichte des letzten Abschnittes ist dann schnell erzählt. Hannover musste offensiver agieren um den Rückstand zumindest noch auszugleichen, Nürnberg konterte geschickt und konnte das Ergebnis durch zwei weitere Treffer bis auf 2:5 nach oben schrauben und so die Entscheidung vertagen. Bereits am Ostermontag ab 14.30 Uhr steht Spiel vier in Nürnberg auf dem Programm, die Scorpions haben dann erneut die Möglichkeit, den Sack zuzumachen um ins Halbfinale einzuziehen.
Hannover Scorpions - Thomas Sabo Ice Tigers 2:5 (2:3, 0:0, 0:2)
Tore: 0:1 Barta (3:42 Min.), 1:1 Blank (Mondt - 09:14 Min.), 1:2 B. Leeb (10:21 Min.), 2:2 Boos (S. Goc, Cottreau - 14:16 Min.), 2:3 Fical (Savage - 15:49 Min.), 2:4 Chouinard (Mann, Ondruschka - 44:45 Min.), 2:5 Fical (Savage - 52:03 Min.)
Strafen: Hannover 14, Nürnberg 10
Schiedsrichter: Richard Schütz / Reik van Gameren
Zuschauer: 6.296
Play-off-Stand: 2:1 (Best of 5) |