Zum vierten Mal in Folge traten die Niedersachsen mit demselben Personal zu einem DEL-Spiel an. Garrett Festerling und Tino Boos fehlte in der letzten Partie vor einer knapp zweiwöchtigen Pause, Peter Baumgartner und Marvin Krüger blieben in Bremerhaven und Travis Scott stand einmal mehr zwischen den Pfosten des Scorpions-Gehäuses. Respekt hatten an diesem Abend beide Teams voreinander. Hamburg hatte in Krefeld mit 5:0 gewonnen, die Scorpions in Iserlohn mit 7:2. Entsprechend wollten beide Mannschaften ihrem Gegner nicht zu viele Räume lassen, sodass die Partie sehr defensiv begann. Erst nach rund zehn Minuten wurden die Hausherren etwas offensiver, konnten sich jedoch auch nicht die ganz großen Chancen erspielen. Hannover lauerte auf Konter und wäre nach 18 Minuten fast auch in Führung gegangen, ein starker Robert Goepfert im Tor der Hanseaten verhinderte den Rückstand jedoch ebenso wie Travis Scott bei den vereinzelten Möglichkeiten der Gastgeber. Ähnlich das Bild auch in Abschnitt zwei. Allerdings versuchten die Hausherren nun früher mehr Druck aufzubauen. Dies gelang dem Team von Trainer Paul Gardner auch, sodass Travis Scott gleich mehrfach die Chance hatte sich auszuzeichnen. Nur vereinzelt kamen die Gäste zu Entlastungsangriffen und wenn doch, fanden die Scorpions in Robert Goepfert stets ihren Meister. Nach 34 Minuten war es dann allerdings soweit. Nicht unverdient konnten die Freezers eine der sich ihnen bietenden Chancen nutzen, Scott King traf aus dem Slot zum 1:0 für Hamburg. Hannover versuchte zu antworten, doch mehr als zwei Chancen durch Matt Dzieduszycki und Thomas Dolak wollten im Mitteldrittel nicht mehr gelingen. 20 Minuten blieben den Scorpions damit noch, die ersten 1:55 Minuten gar in Überzahl. Und die Gäste legten los wie die Feuerwehr, ein Tor aufzuholen war allemal möglich. Doch früh wurde in diesem Drittel klar, dass der Puck an diesem Abend wohl nicht mehr ins Tor der Freezers wollte. So traf André Reiss nach 46 Mnuten nur den Außenpfosten und auch sonst taten sich die Scorpions mehr und mehr schwer, sich überhaupt Chancen zu erspielen. Erst in den letzten zehn Minuten wurde der Druck der Hannoveraner wieder größer, doch Robert Goepfert brachte immer noch eine Fanghand oder seinen Schläger zwischen den Puck und das Tor. Und so kam es wie es kommen musste: Hannover nutzte seine Chancen nicht und Francois Fortier auf Seiten der Gastgeber sorgte nach 56 Minuten mit dem 2:0 für die Entscheidung. Noch einmal bäumten sich die Scorpions auf, doch letztlich siegten die Freezers nicht unverdient mit 2:0 - Robert Goepfert im Tor der Hausherren blieb auch im zweiten Spiel binnen von zwei Tagen ohne Gegentreffer.
Hamburg Freezers - Hannover Scorpions 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) Tore: 1:0 King (Biron - 34:21 Min.), 2:0 Fortier (Ratchuk, Aab - 55:41 Min.) Strafen: Hamburg 10, Hannover 6 Schiedsrichter: Roland Aumüller Zuschauer: 6.320 |