Zumindest in der Verteidigung konnten die Leinestädter am heutigen Abend vor Heilig Abend wieder aus dem Vollen schöpfen. Sowohl Sascha Goc (nach überstandener Magen-Darm-Grippe) als auch Peter Baumgartner (zurück aus Bremerhaven) standen den Hannoveranern wieder zur Verfügung. Da auch Marvin Krüger aus Bremerhaven angereist war, fehlten den Scorpions nur die Sturmreihe Garrett Festerling (Reha nach Leisten-OP), Kapitän Tino Boos (Reha nach Innenbandriss) und Ben Cottreau (Gehirnerschütterung). Das Tor der Scorpions hütete Travis Scott.
Die erste gute Nachricht an diesem Abend gab es bereits vor Spielbeginn zu vermelden. Nach André Reiss verlängerte am Vormittag auch Niki Goc seinen Vertrag bei den Niedersachsen um drei Jahre bis zum Ende der Saison 2012/2013 und sorgte damit für ein weiteres positives Zeichen für die Zukunft der Hannover Scorpions.
Und auch im Spiel ging es gleich weiter mit guten Nachrichten. Genau 38 Sekunden waren nämlich gespielt als Adam Mitchell noch im ersten Wechsel der Partie auf Chris Herperger passte und der zum 1:0 für die Scorpions traf. Ein perfekter Start für die Gastgeber, die in Person von Niki Mondt allerdings auch die erste Strafe der Partie kassierten und dort prompt ihre Führung einbüßten. Mads Christensen traf für Iserlohn zum 1:1 und sorgte damit wieder für ausgeglichene Verhältnisse. Dies spiegelte sich auch in den folgenden Minuten auf dem Eis wieder, denn beide Teams hatten gleich viele Spielanteile, ohne sich die ganz großen Chancen zu erarbeiten, sodass es nach 20 Minuten beim 1:1-Unentschieden blieb.
Auch im zweiten Drittel änderte sich am Geschehen auf dem Eis wenig. Den Scorpions fehlte im Vergleich zu den letzten Partien etwas der Spielwitz und die Gäste aus Iserlohn zeigten einmal mehr, warum sich die Niedersachsen gegen die Roosters immer so schwer tun. So blieb die Partie immer spannend uns ausgeglichen, das ganz große Tempo und hochkarätige Chancen blieben dagegen Mangelware. Nicht verwunderlich, dass der 2:1-Führungstreffer der Gastgeber aus einer Einzelaktion resultierte. Tore Vikingstad versuchte nach genau 30 Minuten einen Bauerntrick, Danny aus den Birken konnte die Scheibe nicht festhalten und beförderte sie letztlich selbst ins eigene Tor. Doch auch dieses Ergebnis hatte nicht lange Bestand, denn nur gut eine Minute später erzielte Mads Christensen seinen zweiten Treffer des Abends – das ganze in Unterzahl. Quinn Hancock saß auf der Strafbank als sich die Scorpions düpieren ließen und Christensen frei vor Scott diesem keine Chance ließ. Die Partie war wieder ausgeglichen und blieb sie auch bis zur zweiten Drittelpause.
Die Scorpions hatten sich für den letzten Abschnitt etwas vorgenommen, das war von der ersten Sekunde an klar. Mit viel Elan kamen die Hausherren aus der Kabine, um jeden Zentimeter Eis wurde gekämpft. Und nach gut fünf Minuten wurde dies auch belohnt. Niki Goc und Martin Hlinka bedienten Matt Dzieduszycki, der traf aus der Bedrängnis mit Hilfe des Innenpfostens zum 3:2 für Hannover. Klar, dass fortan die Roosters drängten, doch die Scorpions spielten nun taktisch klug und ließen kaum weitere Chancen zu. Zwar nahm der Druck der Gäste von Minute zu Minute zu, doch die Scorpions brachten die knappe Führung über die Zeit und konnten sich am Ende über einen hart erkämpften, aber keineswegs unverdienten Sieg freuen.
Am morgigen Heiligen Abend haben die Scorpions trainingsfrei. Erst am 1. Weihnachtsfeiertag ab 17 Uhr steht in der TUI Arena das nächste Training an, denn bereits am 27.12. empfangen Sascha Goc & Co. in der TUI Arena ab 14.30 Uhr die Hamburg Freezers. Da die Niedersachsen zu diesem Spiel mit einem erhöhten Zuschauerzuspruch und vielen Spontanbesuchern rechnen, sollten sich alle Fans ihr Ticket bereits im Vorfeld per print@home sichern. Im Scorpions-Ticketshop sind Tickets für das Hamburg-Spiel bis kurz vor Spielbeginn erhältlich und können gleich am eigenen PC ausgedruckt werden. Sie vermeiden dadurch längere Wartezeiten an der Tageskasse.
Hannover Scorpions – Iserlohn Roosters 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 Herperger (Mitchell - 0:38 Min.), 1:1 Christensen (Insana, Hock - 03:04 Min. - PP1), 2:1 Vikingstad (30:02 Min.), 2:2 Christensen (Ready - 31:19 Min. - SH1), 3:2 Dzieduszycki (Hlinka, N. Goc - 45:30 Min.)
Strafen: Hannover 8, Iserlohn 8
Schiedsrichter: Richard Schütz / Georgij Jablukov
Zuschauer: 4.389 |