Gegen das Team aus Nordhessen mussten die Hannover Scorpions erneut auf vier Akteure verzichten. Während in der Verteidigung mit Peter Baumgartner ein Akteur freiwillig nach Bremerhaven beordert worden war, fehlte in der Offensive verletzungsbedingt weiterhin eine komplette Sturmreihe. Tino Boos (Innenbandriss), Garrett Festerling (Reha nach Leisten OP) und Ben Cottreau (Gehirnerschütterung) konnten auch weiterhin nicht mitwirken – für sie verstärkte Marvin Krüger die Offensive der Scorpions. Das Tor hütete fast logischerweise nach seinen letzten Auftritten Travis Scott.
Ähnlich wie am Dienstag Abend ließen die Scorpions auch heute von der ersten Sekunde an keine Zweifel daran, wer das Spiel gewinnen wollte. Mit Bullygewinn von Chris Herperger kannte die Partie nur eine Richtung - und zwar die hin zum Tor von Huskies-Keeper Adam Hauser. Nach vier Minuten war es dann soweit. Bei angezeigter Strafe gegen Kassel und daher mit sechs Mann auf dem Eis vollendete Sascha Goc eine tolle Kombination zum 1:0 für Hannover, das auch in der Folgezeit Spiel bestimmend blieb. Einzig bei einer doppelter Überzahl, die genau zwei Minuten dauerte, da das zweite Foul eines Kasselers begangen wurde, ehe Schiedsrichter Heiko Dahle die erste Strafe ausgesprochen hatte, fehlte den Scorpions die letzte Entschlossenheit um frühzeitig die Weichen auf Sieg zu stellen. So endete das Powerplay ohne Treffer und erst in der letzten Spielminute des ersten Abschnittes legte Hannover nach. Marvin Krüger fing einen Angriff der Gäste ab, lief mit drei weiteren Skorpionen bei einem verbleibenden Verteidiger auf das Tor der Huskies zu, passte auf Niki Goc, der die Scheibe unhaltbar zum 2:0 in den Maschen versenkte.
Auch im zweiten Abschnitt dasselbe Bild. Hannover dominierte die Partie nach Belieben und führte nach 30 Minuten bereits mit 4:0. Zunächst traf Klaus Kathan per Schuss in den kurzen Torwinkel, acht Minuten später erarbeiteten sich David Wolf und Martin Hlinka die Scheibe, Sachar Blank stand goldrichtig vor dem Tor und traf aus kurzer Distanz vorbei am bereits entnervten Adam Hauser. Begünstigt durch die erste Strafe gegen Hannover - Patrick Köppchen musste wegen Behinderung in die Kühlbox, kamen die Gäste etwas besser in die Partie, Hannover schaltete zudem merklich einen Gang zurück und verließ sich am Ende zu sehr auf die Qualitäten von Travis Scott. Denn nach 35 Minuten nutzte Alex Leavitt ein Loch in der Scorpions-Defensive und traf allein vor Scott zum 1:4 für die Huskies. Hannover zog sofort das Tempo wieder etwas an, doch es blieb beim Drei-Tore-Abstand nach 40 Minuten.
Der letzte Abschnitt begann dann denkbar ungünstig. Nach dem gewonnenen Bully leisteten sich die Scorpions einen Abspielfehler, ein Huskie war auf und davon und konnte nur per Foul gestoppt werden - Penalty. Derek Damon ließ sich da nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zum 4:2. Die Gäste hatten nun deutlich Oberwasser gewonnen und daher mehr von der Partie, das 4:3 durch Bryan Schmidt - wenn auch in Überzahl - war fast die logische Konsequenz. Da zu diesem Zeitpunkt noch knapp zwölf Minuten zu spielen waren, stand die Partie auf der Kippe, doch Hannover besann sich auf seine Stärken, forcierte die eigenen Bemühungen und brachte den knappen Vorsprung dann doch relativ sicher über die Zeit - der siebte Sieg in Folge war perfekt.
Hannover Scorpions – Kassel Huskies 4:3 (2:0, 2:1, 0:2)
Tore: 1:0 S. Goc (Hlinka, Vikingstad - 04:04 Min. - 6:5), 2:0 N. Goc (Krüger, Scott - 19:34 Min.), 3:0 Kathan (Vikingstad, S. Goc - 22:36 Min.), 4:0 Blank (Hlinka, Wolf - 30:54 Min.), 4:1 Leavitt (Schlager, Kraft - 35:55 Min.), 4:2 Damon (40:14 Min. - PS), 4:3 Schmidt (Soares, Damon - 48:01 Min. - PP1)
Strafen: Hannover 4, Kassel 14
Schiedsrichter: Heiko Dahle
Zuschauer: 6.038 |